Myanmar: Sicherheitsdienst tötet kleines Mädchen

In Myanmar begann im Februar nach einem Militärputsch eine Protestwelle, die zu einem blutigen Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten führte. Gestern, am 24. März, berichtete eine Familie der BBC, dass Sicherheitskräfte ein siebenjähriges Mädchen töteten, als es zu seinem Vater rannte.

Beschreibung des Vorfalls durch einen Angehörigen des Opfers

Die Schwester des jungen Opfers, May Thu Sumaya, sprach über das Geschehen. Das alles geschah in Mandalay, einer der bevölkerungsreichsten Städte Myanmars, als die Sicherheitskräfte das Gebiet Haus für Haus durchsuchten.

Die Beamten brachen die Tür des Hauses auf, sagt May Thu Sumaya, und fragten ihren Vater, ob er mit jemandem im Haus sei. Die Polizei bezichtigte ihn der Lüge und begann sofort mit der Durchsuchung des Hauses, woraufhin das 7-jährige Mädchen, Khin Myo Chit, zu ihrem Vater rannte. Die Polizei schoss daraufhin auf sie und schlug sie anschließend.

Die Reaktion der Eltern auf den Vorfall

Nach diesem schockierenden Ereignis brachte die Familie das Mädchen in das nächstgelegene Krankenhaus, wo es nur eine halbe Stunde später starb. Der herzzerreißendste Moment für den Vater der Familie, U Maung Ko Hashin Bai, war, als seine Tochter ihm vor ihrem Tod sagte, dass es zu schmerzhaft sei und sie es nicht tun könne, so das BBC-Interview.

Erklärung von Save The Children

Die unabhängige Organisation Save The Children erklärte, die Proteste hätten bisher mindestens 20 Minderjährige das Leben gekostet, und sprach von einer "völligen Missachtung des menschlichen Lebens", wobei die Aktionen von Sicherheitskräften durchgeführt worden seien.